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03.02.2026 Kategorie: Angedacht

Schafsblödigkeit

Der Herr ist MEIN Hirte!

Das war neulich ein lustiger Vorfall im unterfränkischen Burgsinn. Ein Teil einer Schafherde geriet auf Abwege und hatte sich in den örtlichen Penny-Markt verlaufen. Da standen sie dann, rund 50 Schafe zwischen Zigaretten und Gutscheinkarten und köttelten vor Aufregung die Gänge voll. Rund 20 Minuten dauerte der Marktbesuch, bis sich die Schafe wieder nach draußen begaben und vom Hirten in Empfang genommen wurden.

Schafe sind unselbständig. Sie sind auf einen Hirten angewiesen, der ihnen den Weg zur Weide weist, sie zum frischen Wasser führt und den bösen Wölfen einen auf´s Maul gibt. Ohne Hirten gehen sie in die Irre und wissen nach wenigen Metern nicht mehr zurück. Kein Wunder, dass sich Jesus selbst einmal als guter Hirte bezeichnet, der sein Leben für die Schafe gibt. Pastor heißt auf deutsch Hirte. Er kümmert sich um seine Schafe und ist für sie da, auch wenn sie längst auf fremden Weiden grasen. Und wenn ein Schaf verloren geht, sucht er es so lange, bis er es findet und vor Freude ein Fest feiert. Einem guten Hirten zu folgen, gibt einem Leben Sicherheit und Hoffnung. Und wenn ein Menschen Jesus nachfolgt und ihm vertraut, wird er in Zeit und Ewigkeit in Gottes Liebe geborgen sein.

Dazu eine Geschichte aus den Mooren des walisischen Hochlandes. Dort trafen zwei Pfarrer auf einen Hirtenjungen. Dieser war schwerhörig und konnte weder lesen noch schreiben. Sie erklärten ihm, dass Jesus sein Hirte sein will, der Sich immer um ihn kümmern wird, so wie der Junge nach seinen Schafen sehe. Unter Zuhilfenahme der fünf Finger seiner rechten Hand brachten sie ihm die Worte „der Herr ist mein Hirte“ bei (Psalm 23). Beginnend mit dem Daumen stand jeder Finger für eines der Worte. Beim vierten Wort, „mein“, sollte er innehalten und sich erinnern, „dieser Psalm gilt mir“.

Einige Jahre später kam einer der Pfarrer wieder durch das Dorf und fragte nach dem Hirtenjungen. Im vorherigen Winter hatte es einen schweren Schneesturm gegeben und der Junge war, begraben unter einer Schneewehe, zu Tode gekommen. Der Dorfbewohner, der ihm die Geschichte erzählte, sagte, „Eines Sache haben dabei wir nicht verstanden. Als wir den Jungen fanden, hielt er sich „den Ringfinger seiner rechten Hand“. Der Junge wusste es und starb mit dem Trost: Der Herr, Jesus, ist und bleibt MEIN Hirte!

Foto: Klaus Dieter von Wangenheim / www.pixabay.com

Beitrag von Frank Wesemann